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Osteopathie

NUR EIN GESUNDES PFERD KANN LEISTUNG ERBRINGEN!

13.07.2007 Abschlußprüfung nach 2 Jahren DIPO (deutsches Institut für Pferdeosteopathie)
- Lehrgang zum DIPO-Pferdeosteopathen/-osteotherapeuten
11.11.2007 Abschlußprüfung + Anerkennung zum FN-Pferdephysiotherapeuten
10.06.2008 Abschluß des postgraduierten Lehrgangs I.C.R.E.O. ("International College for Research on Equine Osteopathy")

Mit Händen heilen

Die Osteopathie ist eine rein manuelle, ganzheitliche und sehr sanfte Behandlungstechnik. Therapeutisches Ziel ist dabei die Wiederherstellung des zuvor gestörten Gleichgewichts, und die Stimulation und Reaktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers um ein Pferd auf lange Sicht gesund und leistungsfähig zu erhalten. Allein mit den Hände werden Bewegungseinschränkungen durch Mobilitätstests ertastet. Diese können durch Unfälle, Stürze oder Gelenkblockierungen entstanden sein, aber auch eine Folge von Muskelverkürzungen, Muskelverspannungen, Narben-, Bänder- oder Gelenkverklebungen sein.
Der Bewegungsapparat ist mit allen wichtigen Funktionskreisen des Körpers eng verbunden, daher zeigt die osteopathische Behandlung auch Wirkung auf Atmung, Herz-Kreislauf, Stoffwechsel, innere Organe, Hormonhaushalt und Psyche.
Funktionsstörungen einer Körperstruktur können sich auch in völlig anderen Körperbereichen äußern. Verursacht wird dieses Phänomen durch vielfältige Kompensationsmechanismen des Körpers. Funktionen und Aufgaben des eingeschränkten Körperteils werden von anderen Körperbereichen übernommen, um die Bewegungseinschränkung weitestgehend auszugleichen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt sind jedoch diese Kompensationsmechanismen erschöpft und eine kleine Funktionsstörung kann sich zu einem krankmachenden Prozess entwickeln.

Indikationen für eine osteopathische Behandlung

- bei Steifheit u. Widersetzlichkeit gegen die Reiterhilfen
- bei Lahmheiten ohne orthopädischen Befund
- bei Bewegungseinschränkungen
- bei einem Pferd, das sich schlecht die Beine aufheben lässt (Probleme beim Hufschmied)
- bei einer schlechten Kopf,- Hals- oder Schweifhaltung in Ruhe oder in Bewegung
- nach Geburtskomplikationen
- nach einem Sturz
- bei suboptimaler Leistung
- bei Verweigerungen am Hindernis
- bei Taktfehlern
- bei Schmerz in Ruhe, beim Satteln, während oder nach dem Reiten
- nach Verletzungen
- bei Unwilligkeit
- bei Schmerzanzeichen im Bereich des Rückens
- nach einer längeren Verletzungspause
- nach Operationen
- und zur vorbeugenden Gesunderhaltung und Leistungsoptimierung besonders bei Sportpferden

Wie sieht eine osteopathische Behandlung aus?

Das Ziel jeder osteopathischen Behandlung ist immer ein Mobilitätsgewinn, das heißt ein Wiedererlangen der natürlichen Bewegung. Blockaden eines Gelenks oder steife Muskulatur verursachen Bewegungseinschränkungen, die zu Lahmheiten, Taktunreinheiten, Hahnentritt und/oder Unfähigkeit von Biegung und Stellung führen können.
Eine osteopathische Behandlung beginnt daher zunächst damit, dass sich der Therapeut einen Eindruck von der Beweglichkeit des Pferdes macht, in erster Linie durch Beobachten, in Ruhe, unter dem Sattel oder an der Longe. Dann durch eine Mobilitätsprüfung.
Der Befund entscheidet, welche Behandlungsmethoden anzuwenden sind. Im einzelnen können dies Manipulations-, Reflex- oder funktionelle Techniken sein.
Manipulation bedeutet in der Osteopathie die Wiederherstellung der Beweglichkeit von Gelenken mit Hilfe der Hand. Sie erfordert ein hohes Maß an Sensibilität sowie genaue Kenntnisse der Anatomie und Funktion des Körpers. Allein durch seine Hände löst der Osteopath Blockaden. Dieses Lösen wird als Impuls verstanden, eine Initialzündung, die dem Körper hilft, seine Selbstheilungskräfte in Gang zu bringen.
Nach einer Behandlung braucht das Pferd ca. 48 Stunden zur Erholung. Es sollte sich in dieser Zeit frei bewegen können. Physikalische Maßnahmen wie Wärme, Kälte, Magnetfeldtherapie, Laser, Solarium etc. können aber unterstützend angewendet werden.
Durch gezielte Bewegungsprogramme und auch vom Besitzer durchführbare Übungen (nach Anweisung vom Therapeuten) wird der Heilungsprozess nach der Behandlung unterstützt.

Geschichte der Osteopathie

Die osteopathische Behandlung wurde vom amerikanischen Humanmediziner Dr. Andrew T. Still (1828-1917) entwickelt und hat sich in der Humanmedizin längst etabliert. Erst in den 70er Jahren wurde die osteopathische Behandlung auf Pferde übertragen - dann aber mit großem Erfolg und wachsendem Interesse.
Die osteopathische Behandlung beruht auf den folgenden von A. T. Still entwickelten Grundsätzen:Wechselbeziehung Struktur-Funktion: Strukturelle Störungen ziehen Funktionsstörungen nach sich. Da die verschiedenen Strukturen des Körpers (knöcherne, muskuläre und viszerale, d. h. die inneren Organe betreffende) miteinander interagieren, können sich Störungen der einen Struktur auf eine andere auswirken. Arterielle Regel: Eine Störung der Versorgung mit Flüssigkeit (Blut, Lymphe, Liquor) wirkt sich negativ auf die Funktion des unterversorgten Organs aus. Gesamtheit des Körpers: Defekte in einem bestimmten Bereich des Körpers können sich auf den Gesamtorganismus auswirken. Fähigkeit zur Selbstheilung: Ziel des Therapeuten ist es, durch gezielte Stimulation die vorhandenen Blockaden zu lösen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren, um ihn auf Dauer zu stärken.